Goldpreis

Der Goldpreis entsteht durch Angebot und Nachfrage. Hier finden Sie die Entwicklung des Goldpreises für verschiedene Zeitebenen.

Goldpreis: 24 Stunden

Wie sich der Goldpreis innerhalb der letzten 24 Stunden entwickelt hat, ist im folgenden Chart zu erkennen. Besonders für kurzfristig orientierte Trader ist die Entwicklung der letzten 24 Stunden wichtig und daher hier auch verfügbar. Die für Anleger und Investoren interessanteren, langfristigen Charts finden Sie weiter unten.

Goldpreis 24 Stunden

Goldpreis: 1 Tag

Die Entwicklung des Goldpreises am heutigen Tag ist im folgenden Chart erkennbar.

Goldpreis 1 Tag

Goldpreis: 1 Woche

Wie hat sich Gold auf Wochenbasis entwickelt. Diese Frage lässt sich mit folgendem Chart beantworten. Die Wochentendenz ist gerade für kurzfristig orientierte Trader von Interesse.

Goldpreis 1 Woche

Goldpreis: 1 Monat

 

Goldpreis 1 Monat

Goldpreis: 1 Jahr

Wie entwickelt sich der Goldpreis seit genau einem Jahr? Diese Frage wird im nachfolgenden Goldpreis Chart schnell beantwortet.

Goldpreis 1 Jahr

Goldpreis: 5 Jahre

Für alle, die sich etwas längerfristig mit dem Edelmetall Gold beschäftigen möchten, sind die Charts für den Goldpreis über 5 oder 10 Jahre besonders interessant. Im folgenden Chart ist der Goldpreis und dessen Performance über die letzten 5 Jahre zu sehen.

Goldpreis 5 Jahre

Goldpreis: 10 Jahre

Wer sich für den langfristigen Verlauf des Goldpreises interessiert, für den ist der folgende Chart natürlich unverzichtbar. In folgenden Chart ist die Goldpreis-Entwicklung über 10 Jahre einzusehen. Gerade bei solchen langfristigen Goldpreis-Charts sind die Trendbewegungen sehr gut zu erkennen.

Goldpreis 10 Jahre

Goldpreis Einflussfaktoren

Welche Goldeinflussfaktoren existieren?

Neben den weltweiten Goldfördermengen und den zukünftigen Goldreserven werden nun in der Abbildung die Goldreserven der Länder, also die Anteile des bereits geförderten Goldes dargestellt. Etwa 30.000 Tonnen (entspricht ca. 18 % des weltweiten Goldbarrenbestandes) Gold werden in Banken aufbewahrt und sind im Besitz von Ländern und Institutionen. Allein die USA haben Goldreserven in Höhe von 8133,50 Tonnen, welche 78% der US-Währungsreserven entspricht.

Goldreserven

Neben den USA haben Deutschland, der IWF, Frankreich und Italien enorme Goldreserven. Auch Institutionen, wie der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Zentralbank besitzen nicht zu vernachlässigende Goldreserven. Die Entwicklung der Goldhaltung geht aber tendenziell in Richtung Asien und dort besonders China und Indien. Der gleiche Trend ist auch in den arabischen Staaten zu erkennen und wird sich in der Zukunft wohl noch deutlich verstärken. Die jemals geförderte Goldmenge entspricht etwa 145.000 Tonnen. Die größten Goldbestände befinden sich jedoch in privaten Händen. Es wird geschätzt, dass sich z.B. in Indien etwa 13.000 Tonnen Gold in Privatbesitz befinden. Etwa 70% des Goldes werden durch Juweliere verarbeitet. 13% benötigt die Industrie und Medizin zur Weiterverarbeitung und 11% werden als Münzen oder Barren durch Banken und Privatanleger für monetäre Zwecke gehalten.

Interessanterweise gab es schon in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts Theorien, welche vermuteten, dass die US-Goldreserven aufgrund des teuren Vietnamkriegs verkauft wurden. Diese Verschwörungstheorien werden heute jedoch nicht mehr ernst genommen. Matt Graydon vom World Gold Council, dem Branchenverband der Goldindustrie, sieht keinen Grund die aktuellen Zahlen des IWF anzuzweifeln und macht damit deutlich das die nominellen Goldreserven den Zahlen des IWF entsprechen würden. Problematisch sind hier jedoch vielmehr die Leasing- und Swapgeschäfte der Zentralbanken, in denen die Zentralbanken Gold an private Banken ausgeliehen haben. Dies sieht auch Matt Graydon skeptisch „Es stimmt tatsächlich, dass Leasinggeschäfte der Zentralbanken ein wichtiger Faktor sind“ und macht deutlich das die Leasinggeschäfte der Zentralbanken in den letzten Jahren deutlich an Umfang gewonnen hätten.

Reale Goldbestände

Eine Studie der Londoner Firma Chevreux.com zu folge dürften die realen Goldbestände der Länder um 10000-15000 Tonnen kleiner sein als die nominalen 30000 Tonnen. Problematisch werden diese Art von Goldleasinggeschäften, wenn die Zentralbanken das geleaste Gold wieder einfordern wöllten. Trotz Terminkontrakten mit Goldproduzenten und Spekulanten befindet sich der private Markt in einer enormen Baisseposition gegenüber den Zentralbanken. Die Konsequenz daraus wären massive Preissteigerungen, wenn die Zentralbanken das geleaste Gold einfordern würden.

Gold Historie

Historische Entwicklung des Goldpreises

Gold-Historie

Bei der Betrachtung der historischen Entwicklung des Goldpreises veranschaulicht die obige Grafik die Goldpreisentwicklung über eine sehr langfristige Perspektive ab 1450. Auf der Abszisse befindet der Zeitstrahl vom Jahr 1450 bis heute und auf der Ordinate erkennt man den Goldpreis in US-Dollar pro Unze.Der Goldpreis ist inflationsbereinigt. Die Erklärungsskizze hat hier lediglich einen einführenden Charakter und soll nicht den Anspruch erheben, eine detaillierte historische Analyse des Goldpreises zu sein.

Bis zum Jahre 1550 war der Goldpreis im Vergleich auf einem sehr hohen Niveau und hat im Jahre 1492 seinen bisherigen Höchststand von 3100 US-Dollar erreicht. Die Entdeckung der Neuen Welt durch Christopher Kolumbus führte zu einer massiven Erhöhung des Goldangebotes aufgrund weitreichender Goldschürfungen auf dem amerikanischen Kontinent. Der Goldpreis sank innerhalb weniger Jahre auf unter 600 US-Dollar und verblieb im Laufe der nächsten Jahrhunderte auf einer Bandbreite zwischen 300 und 600 US-Dollar. Erst nach der Französischen Revolution und insbesondere den Feldzügen Napoleons kam es zu einem weiteren Einbruch des Goldpreises auf deutlich unter 300US-Dollar.

Entwicklung im 19. Jahrhundert

Im Laufe des 19. Jahrhunderts kam es dann wiederum zu einer Stabilisierung des Goldpreises auf über 600 US-Dollar. Hier wurde erstmals der Goldstandard in den meisten Industrieländern eingeführt und führte zu einer Stabilisierung des Goldpreises. Der Goldpreis revolutionierte sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts ein weiteres Mal, als in Südafrika die ersten Goldvorkommen entdeckt wurden. Dieser Prozess einer Abschwächung des Goldpreises wurde durch den 1. Weltkrieg noch verstärkt. Da hier die Staatsausgaben massiv erhöht werden mussten und Staatsanleihen die Kriegswirtschaft zu finanzieren versuchten. Aufgrund dieser massiven Geldmengenausweitung konnte der Goldstandard nicht mehr aufrecht erhalten werden und der Goldpreis sank deutlich auf unter 200 US$. Dieser Wert markiert gleichzeitig den Tiefststand des Goldpreises.

Entwicklung nach dem 1. Weltkrieg

Nach dem 1.Weltkrieg kam es zu einem Anstieg des Goldpreises, was wiederrum mit der abermaligen Einführung des Goldstandards einherging. Die Weltwirtschaftskrise führte zu einer Flucht in Gold und der Goldpreis stieg wieder bis zum Beginn des 2. Weltkriegs, welcher nun für eine weitere Dezimierung des Goldpreises verantwortlich war. Die Zeit von 1944 – 1973 war gekennzeichnet durch das Bretton-Woods-System. Hier wurde ein internationales, auf dem goldhinterlegtem US-Dollar basierendes Währungssystem geschaffen, welches aber 1973 abgeschafft wurde. Seitdem wird der Goldpreis frei am Markt gebildet und bestimmt sich daher aus Angebot und Nachfrage.