S&P 500: 200-Tage-Linie gerettet

Aber halten diese Rettungskäufe vor?

2015-08-13-SP500-15min

Analyse: Wir hatten Ihnen bereits vorgestern anhand des kurzfristigen 15-Minuten-Charts das Intraday-Geschehen beim S&P 500 als wichtigsten der großen US-Indizes dargelegt. Da ging es noch um den verdächtigen Schwund der Dynamik nach ersten Käufen zu Handelsbeginn am Montag. Nun notiert dieser Index deutlich tiefer – andererseits schloss er außerordentlich deutlich oberhalb der am Mittwoch in der Startphase des Handels gegen 16:30 Uhr erreichten Tagestiefs. Dieses Kursgeschehen macht sehr deutlich, dass mit den externen Rahmenbedingungen und den technischen Gegebenheiten zwei Elemente das Kursgeschehen beeinflussen, die meist nichts miteinander zu tun haben, beide aber in unterschiedlicher Ausprägung das Handeln der Anleger direkt beeinflussen. Als bekannt wurde, dass die chinesische Notenbank am Mittwochmorgen eine erneute Abwertung der Landeswährung Renminbi vorgenommen hatte, sackten die europäischen Aktienmärkte haltlos nach unten. Dies drückte auch die US-Index-Futures. Und da eine nennenswerte Abwertung in China die US-Exporteure besonders hart trifft, waren die kräftigen Kursverluste zu Handelsbeginn auch grundsätzlich folgerichtig. Dann aber drehte der Index und holte die Verluste beeindruckend schnell komplett wieder auf. Warum? Hier nun gab es eine zufällige „Vereinigung“ fundamentaler und charttechnischer Argumente.

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Wie schon Anfang Juli versuchte man mit aller Macht, die bereits deutlich unterschrittene 200-Tage-Linie irgendwie auf Schlusskursbasis zurückzuerobern. Das wäre aufgrund deren großen Abstands von zeitweise über einem Prozent zum Tagestief nicht möglich gewesen, hätten sich nicht viele gleichzeitig darauf besonnen, dass der Dollar-Index, der den Dollar zu den wichtigsten Weltwährungen misst, deutlich fällt, weil der Euro als Hauptkonkurrent in Bezug auf die Exportperspektiven in andere Wirtschaftsräume zulegte und dies für den Moment deutlich wichtiger ist als die möglicherweise nur kurzfristige Belastung durch die Abwertung der chinesischen Währung. Und in der Tat ist ein fallender US-Dollar beziehungsweise steigender Euro für die US-Unternehmen eine außerordentlich wichtige und notwendige Entwicklung, während sie zugleich für Europa fatal wäre. Während man deshalb die durch diese US-Aufholjagd entstandene Erholung im nachbörslichen europäischen Handel mit Blick auf Euro/US-Dollar durchaus mit Vorsicht genießen sollte, stehen die Chancen der US-Bullen gar nicht mal so schlecht, falls sich der Anstieg des Euro verstetigen sollte. Die Rahmenbedingungen insgesamt sind zwar nicht gut genug, um aus einer solchen Aufholjagd die Basis für einen Ausbruch aus der Seitwärtsspanne nach oben zu machen, zumal der Chart auf Tagesbasis zeigt, dass die Rettungsaktionen in Bezug auf die 200-Tage-Linie Anfang Juli alles andere als reibungslos verliefen. Aber sollte es in Bezug auf China in den kommenden Tagen tendenziell ruhig bleiben, könnte sich der S&P 500 zumindest etwas weiter in Richtung der oberen Begrenzung dieses monatelangen Seitwärtstrends orientieren. Dementsprechend bleibt es dabei: Kleine Positionen auf der Short-Seite sollten mit einem Stop Loss bei 2.110 Punkten abgesichert sein. Zukäufe auf der Short-Seite kämen erst nach Schlusskursen infrage, die mit 2.035 Zählern oder tiefer ausreichend deutlich unter diesem Seitwärtstrend liegen. Andererseits ist die Gesamtsituation nicht angetan, bereits unterhalb eines mit 2.145 Punkten ausreichend deutlichen Ausbruchs aus dem Seitwärtstrend nach oben über ein Long-Engagement nachzudenken.

Widerstände: 2.094 / 2.100 / 2.115 / 2.120 / 2.126 / 2.135

Unterstützungen: 2.079 / 2.075 / 2.064 / 2.040 / 1.981 / 1.972

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