S&P 500 Analyse: Neues Allzeithoch – doch was dann?

Auch wenn es für den marktbreiten S&P 500-Index vor den Osterfeiertagen noch nicht zu einem neuen Allzeithoch gereicht hat, so dürfen die Bullen angesichts einer Entfernung von gerade einmal halben Prozent durchaus zufrieden sein, was die Notierungen im ersten Quartal an Wegstrecke zurückgelegt haben. Ins Jahr gestartet mit einem Freudensprung von drei Prozent, wurde das Vorjahreshoch bei 1.427 Punkten mühelos überboten, was den Index in seinem Aufwärtsdrang  nur weiter beflügelte.

S&P 500 Analyse:

Der Chart auf Wochenbasis zeigt zum einen den seit Herbst 2011 währenden und nach wie vor voll intakten Aufwärtstrend, mit dem sich der Index in der Spitze mehr als 300 Punkte nach oben geschoben hat. Getrieben in erster Linie durch die lockere Zinspolitik der US-Notenbank, die dem Markt auch weiterhin billiges, sprich zinsgünstiges, Kapital im Überfluss zur Verfügung stellt, kannten die Notierungen auf ihrem Gipfelsturm kein Halten mehr. Was grundsätzlich bullish zu interpretieren ist, bringt aber auch gewisse Nachteile mit sich: Zum einen agieren die Marktteilnehmer, inzwischen gewohnt an permanent steigenden Kursen ohne nennenswerte Korrektur, immer sorgloser. Zum anderen wird diese Klettertour jäh enden, sobald sich die Phase der Niedrigstzinsen ihrem Ende neigt. Noch aber lassen die Notierungen keinerlei Schwäche erkennen und scheinen ihren Höhenflug so bald auch nicht beenden zu wollen. Einzig von Seiten der Indikatoren her – hier anhand des Relative-Stärke-Index RSI dargestellt – sind mahnende Zeigefinger unübersehbar. Dieser Indikator zum Beispiel ist derweil in rekordverdächtiges Niveau enteilt, von wo aus erfahrungsgemäß Korrekturphasen im zweistelligen Prozentbereich ihren Anfang nehmen.

S&P 500 Analyse (Wochenchart in Punkten):

S&P 500 Analyse: Wochenchart

S&P 500 Analyse: Wochenchart

 

Ein neues Quartal bedeutet – besonders an der Wall Street – meist auch neues Kapital, das investiert werden will. Und mit dem Überwinden der bis dato hartnäckigen Widerstandsmarke von 1.564 Punkten zu Wochenschluss scheint ein neues Allzeithoch bereits ausgemachte Sache zu sein. Diese Großchance werden sich die Bullen am Markt kaum nehmen lassen, auch weil die Notierungen oberhalb von 1.576 Punkten (schwarze Linie) naturgemäß auf keinerlei Widerstände treffen. Kann der Index ein neues Allzeithoch markieren, „greifen“ sicherlich etliche Stoppmarken, mit denen offene Short-Positionen geschlossen werden. Das wiederum gibt den Notierungen zusätzlichen Treibstoff nach oben.

Nun zu unseren Dispositionen: Mit dem Erreichen der 1.566 Punkte-Marke sind wir am Donnerstag in eine Long-Position eingestiegen, für die weiterhin ein Stoppkurs bei 1.547 Zählern seine Gültigkeit hat. Wird ein neues Allzeithoch markiert, wollen wir diese Verlustbegrenzung auf 1.552 Punkte nachführen, was unser Risiko weiter eingrenzt. Unsere zuletzt bei 1.556 Punkten initiierte Short-Position wurde bei 1.566 zugleich ausgestoppt, womit eine negative Performance von acht Punkten hingenommen werden musste. Wer jetzt gerne antizyklisch agiert und sich auf der Short-Seite positionieren mag, wartet hierfür zumindest einen Indexstand von 1.579 Punkten ab. Die Stoppmarke sollte anfangs bei 1.586 Punkten platziert sein und kann auf Einstandsniveau angepasst werden, wenn wir wieder Notierungen von 1.563 Punkten und tiefer sehen.

S&P 500 Analyse (Tageschart in Punkten):

S&P 500 Analyse: Tageschart

S&P 500 Analyse: Tageschart

S&P 500 Widerstände: 1.570/ 1.576
S&P 500 Unterstützungen: 1.551/ 1.531/ 1.495/ 1.485/ 1.448/ 1.428/ 1.398

S&P 500 Analyse: Passende S&P 500 Hebelzertifikate

S&P 500 Long Hebelzertifikat:

WKN: NG0GAT
Kurs: 2,13 – 2,14 Euro
Basispreis: 1.296,64 Punkte
Knock-out-Barriere: 1.336,00 Punkte
Laufzeit: open end

S&P 500 Short Hebelzertifikat:

WKN: NG0ER5
Kurs: 1,11 – 1,12 Euro
Basispreis: 1.703,32 Punkte
Knock-out-Barriere: 1.703,32 Punkte
Laufzeit: open end